Allen & Heath Xone:96 – Nachfolger des Kult-Mixers Xone:92
· Redaktion re:union Radio · 4 Min. Lesezeit
Der Allen & Heath Xone:96 führt den Kult-Mixer Xone:92 fort: Dual-Filter mit CRUNCH, 4-Band-EQ und Dual-USB-Interface für den Club.
Der Allen & Heath Xone:96 ist der offizielle Nachfolger des legendären Xone:92 und bringt dessen analogen Signaturklang in ein modernes, digital vernetztes Gehäuse. Als Mixer mit vier Hauptkanälen, zwei Return-Kanälen und zwei zusätzlichen Stereo-Returns (acht Stereo-Eingänge insgesamt) plus integriertem Audio-Interface richtet er sich an DJs, die im Club auf analoge Wärme setzen, aber die Flexibilität digitaler Software nicht missen wollen. 15 Jahre nach dem Xone:92 hat Allen & Heath damit sein Flaggschiff überarbeitet – laut Attack Magazine ein bewusst später Schritt, weil der Vorgänger längst als Standard unter Techno-DJs galt.
Auf einen Blick
- Vier Hauptkanäle plus zwei Return-Kanäle und zwei weitere Stereo-Returns (acht Stereo-Eingänge) als Nachfolger des Xone:92
- Zwei unabhängige USB-B-Anschlüsse mit je bis zu 24 Audiokanälen bei 32-Bit/96 kHz
- Dual-Filter mit neuem CRUNCH-Effekt, aktiv bei eingeschaltetem Filter
- Umschaltbare Fader-Kurve (linear/logarithmisch) und Hi-Z-Modus für Send 1
Vom Xone:92 zum Standard der Techno-DJs
Der Xone:92 wurde laut Attack Magazine zum bevorzugten Mixer einer eher frequenzbewussten, zurückhaltenden DJ-Generation – mit Richie Hawtin als einem der frühen Tester. Hawtin überzeugte Allen-&-Heath-Entwickler Andy Rigby-Jones damals sogar davon, dem komplett analogen Gerät MIDI hinzuzufügen. Mit dem Aufstieg von Techno und Hawtins Label Minus in den 2000er-Jahren wurde der 92 zum Mixer der Wahl vieler Techno-DJs – auch wegen seines vierbandigen, asymmetrischen EQs, der das gleichzeitige Formen von vier Tracks erlaubte, und der großzügigen Send-/Return-Optionen, ebenfalls eine Anregung Hawtins. Rigby-Jones selbst beschrieb 2013 gegenüber Resident Advisor, wie vorsichtig Allen & Heath mit Änderungen an einem derart etablierten Standard umgehen musste.
Der Xone:VCF-Filter bekommt CRUNCH
Herzstück des Xone:96 ist der Filter der beiden Hauptsektionen. Neu ist CRUNCH, eine harmonische Verzerrung, die laut Attack Magazine nur aktiv wird, wenn einer der Filter eingeschaltet ist; eine MIDI-Steuerung fehlt bislang. Die vier Hauptkanäle lassen sich wie bisher auf einen der beiden Filter routen, neu auch die Return-Kanäle.
Zwei USB-Soundkarten für den Studio-Anschluss
Der Xone:96 besitzt zwei unabhängige USB-B-Anschlüsse mit je bis zu 24 Audiokanälen – sechs Stereo-Eingänge und sechs Stereo-Ausgänge – bei maximal 32-Bit/96 kHz. Laut Attack Magazine lässt sich der Mixer darüber unkompliziert mit Software wie Ableton Live für externe Effektverarbeitung verbinden.
EQ-Sektionen und Anschlüsse
Die vier Hauptkanäle tragen den bekannten Xone-4-Band-EQ, die beiden zusätzlichen Stereo-Returns C und D bekommen laut Attack Magazine ein neues 3-Band-EQ mit einem parametrischen Band – anstelle des bisherigen 4-Band-EQ auf den Returns. Auf der Rückseite gibt es laut Review mehr Sends und Returns als beim Xone:92; Send 1 lässt sich zwischen Line- und Hi-Z-Pegel umschalten und eignet sich damit auch für Gitarrenpedale.
| Bauform | 4 Hauptkanäle + 2 Return-Kanäle + 2 weitere Stereo-Returns (8 Stereo-Eingänge) |
|---|---|
| Filter | 2× Filter mit CRUNCH (aktiv bei eingeschaltetem Filter) |
| EQ | 4-Band (Hauptkanäle), 3-Band mit einem parametrischen Band (Returns), 3-Band Booth-EQ |
| Audio-Interface | 2× USB-B, je bis zu 24 Kanäle (6 Stereo-In/Out), max. 32-Bit/96 kHz |
| Crossfader | Mini-InnoFader (laut Review lockerer als beim Xone:92) |
| Kanalfader | Linearfader, laut Review enger/präziser als beim Xone:92, umschaltbare Fader-Kurve |
| Preis | 1.599 £ |
Die Kanalfader sind laut Attack Magazine enger und präziser als beim Xone:92, neu ist zudem ein Schalter, der die Fader-Kurve von logarithmisch auf linear umstellt. Als Crossfader kommt ein Mini-InnoFader zum Einsatz, der sich laut Review lockerer anfühlt als der des Vorgängers. Für den Booth-Betrieb gibt es einen separaten Ausgang mit eigenem 3-Band-EQ, einem Stereo/Mono-Schalter und einer Stummtaste, um den Monitor-Sound unabhängig vom Hauptmix abzustimmen.
„Even small changes tend to freak people out … I wouldn't say it's been a victim of its own success, but because it has become a standard, it's going to take very careful thought before we replace it.“ – Andy Rigby-Jones, Entwickler des Xone:92, gegenüber Resident Advisor (zitiert nach Attack Magazine)
Wer heute mit EQ-Mixing für saubere Übergänge arbeitet, findet im 4-Band-Design der Hauptkanäle und dem neuen EQ mit parametrischem Band auf den Returns entsprechend feine Werkzeuge. Für Sets mit Stems-Software wie auf dem Pioneer DJ DDJ-FLX10 lässt sich der Xone:96 über die doppelte USB-Soundkarte ebenfalls in ein hybrides Setup einbinden.
Häufige Fragen
Was unterscheidet den Xone:96 vom Xone:92?
Der Xone:96 übernimmt die analoge Klangsignatur des Xone:92, ergänzt sie aber um den CRUNCH-Effekt, ein neues 3-Band-EQ mit einem parametrischen Band auf den Return-Kanälen sowie zwei unabhängige USB-B-Soundkarten mit bis zu 32-Bit/96 kHz.
Für welche Einsätze ist der Mixer ausgelegt?
Laut Attack Magazine eignet sich der Xone:96 sowohl für den Club als auch fürs Studio: Der separate Booth-Ausgang mit eigenem 3-Band-EQ dient der Monitor-Abstimmung, die beiden USB-Anschlüsse erlauben die einfache Einbindung von Software wie Ableton Live, und der neue Crunch-Effekt spricht dem Magazin zufolge vor allem Warehouse-Techno-DJs an.
Quelle: Attack Magazine, Review „Allen & Heath Xone:96“.