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Behringer 2600: Der ARP-Klassiker als 19-Zoll-Rack-Synthesizer
Symbolbild (KI-generiert)
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Behringer 2600: Der ARP-Klassiker als 19-Zoll-Rack-Synthesizer

· Redaktion re:union Radio · 3 Min. Lesezeit

Der Behringer 2600 bringt die semimodulare Architektur des ARP 2600 von 1971 als bezahlbares 19-Zoll-Rackgerät zurück – mit 3 VCOs, 24-dB-Filter und mehr.

Der Behringer 2600 ist ein semimodularer Analogsynthesizer, mit dem Behringer den legendären ARP 2600 von 1971 als bezahlbares 19-Zoll-Rackgerät neu auflegt. Statt eines Einzelstücks für Sammler steht damit ein originalgetreu aufgebauter Nachbau eines der einflussreichsten Instrumente der Synthesizer-Geschichte im Rack – mit denselben Grundbausteinen, aber anderem Gehäusekonzept.

Auf einen Blick

  • Semimodularer Nachbau des ARP 2600 (Original: 1971–1981 von ARP Instruments)
  • 3 VCOs, 24-dB/Oktave-Tiefpassfilter, Ringmodulator und Sample-&-Hold wie im Original
  • Behringer-Version im 8U-19-Zoll-Rack ohne eingebaute Lautsprecher, mit digitaler Federhall-Simulation
  • VCO3 liefert zusätzlich Sinus/Dreieck und einen PWM-Patchpunkt, VCO2/3 lassen sich auf VCO1 synchronisieren

Das Original: der ARP 2600 von 1971

Entwickelt unter Leitung von ARP-Gründer Alan R. Pearlman und Ingenieur Dennis Colin, kam der ARP 2600 1971 als Nachfolger des vollmodularen ARP 2500 auf den Markt. Anders als bei rein modularen Systemen, bei denen jedes Modul einzeln gekauft und verkabelt werden musste, ist der 2600 semimodular: Eine feste Auswahl an Bausteinen ist intern bereits vorverdrahtet, lässt sich über Patchkabel aber frei umleiten. Klar beschriftete Bedienfelder mit Signalfluss-Grafik machten das Gerät auch für Schulen und Universitäten attraktiv, an die ARP es in den Siebzigern gezielt vermarktete.

Zur Ausstattung zählten drei spannungsgesteuerte Oszillatoren (VCOs), ein 24-dB/Oktave-Tiefpassfilter, ein spannungsgesteuerter Verstärker, ein Ringmodulator, eine Sample-&-Hold-Einheit, ein Weiß-/Rosa-Rauschgenerator, ein Mikrofon-Vorverstärker, ein Federhall sowie zwei Hüllkurvengeneratoren – Bausteine, die bis heute den Ruf des 2600 als vielseitiges Klanglabor begründen.

Was der Behringer-Klon anders macht

Behringer übernimmt die Kernarchitektur, verpackt sie aber in ein 8U-19-Zoll-Rackgehäuse ohne die eingebauten Lautsprecher des Originals. Anstelle des physischen Federhalltanks arbeitet eine digitale Simulation – wer den mechanischen Hall will, greift zu den separat angebotenen Varianten „Blue Marvin“ und „Gray Meanie“ mit echtem Federhalltank. Die Bedienoberfläche nutzt LED-Fader statt klassischer Schiebepotis.

Klanglich hat Behringer nachgerüstet: VCO3 gibt zusätzlich zur Sägezahn- und Rechteckwelle auch Sinus oder Dreieck aus und besitzt einen eigenen PWM-Patchpunkt. VCO2 und VCO3 lassen sich zudem auf VCO1 synchronisieren. Wer zwischen den beiden historischen Filterversionen des ARP 2600 wählen möchte, kann das per Schalter tun – beide Varianten sind im Behringer-Modell verbaut.

Technische Daten

OriginalARP 2600, ARP Instruments, gebaut 1971–1981
SynthesetypAnalog, subtraktiv, semimodular
Oszillatoren3 VCOs (bei Behringer: VCO3 zusätzlich mit Sinus/Dreieck + PWM)
Filter24 dB/Oktave Tiefpass, beim Klon beide historischen Filtervarianten wählbar
Weitere SektionenVCA, Ringmodulator, Sample & Hold, Rauschgenerator, 2 Hüllkurvengeneratoren
EffektOriginal: physischer Federhall · Behringer-Standardversion: digitale Federhall-Simulation
Gehäuse Klon8U, 19-Zoll-Rack, ohne eingebaute Lautsprecher

„Behringer hat mit dem 2017 angekündigten Behringer 2600 einen Klon des ARP 2600 auf den Markt gebracht.“

Häufige Fragen

Ist der Behringer 2600 baugleich mit dem ARP 2600 von 1971?

Er übernimmt die semimodulare Grundarchitektur mit den drei VCOs, dem 24-dB-Filter und den weiteren Kernsektionen des Originals, kommt aber im 19-Zoll-Rack ohne Lautsprecher und mit zusätzlichen Funktionen wie dem PWM-Patchpunkt an VCO3.

Was unterscheidet die Standardversion vom „Blue Marvin“ und „Gray Meanie“?

Die Standardversion simuliert den Federhall digital. „Blue Marvin“ und „Gray Meanie“ sind eigene Varianten mit echtem, physischem Federhalltank.

Wer sich für Klangbearbeitung interessiert, findet ergänzend unseren Leitfaden zum EQ-Mixing und, zum Thema erschwingliches Equipment, unseren Beitrag zum Sennheiser HD 400S.


Quelle: ARP 2600 – Wikipedia (englisch), ARP 2600 – Wikipedia (deutsch)

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