Behringer Neutron: halbmodularer Einstieg in die Patch-Welt
· Redaktion re:union Radio · 2 Min. Lesezeit
Der Behringer Neutron bringt echtes Modular-Patching mit zwei CEM3340-Oszillatoren und 56 Buchsen auf den Schreibtisch – analog, ohne Presets.
Der Behringer Neutron ist ein semi-modularer Desktop-Synthesizer mit komplett analogem Signalpfad – kein Speicher, keine Presets, nur Kabel, Regler und Klang. Damit richtet er sich an alle, die vom Plug-in-Synth in Richtung Modularsystem wechseln wollen, ohne gleich ein ganzes Eurorack-Case aufzubauen.
Auf einen Blick
- 2 VCOs mit CEM3340-Chips, stufenlos zwischen 5 Wellenformen überblendbar
- Multimode-Filter (Band-, Hoch-, Tiefpass) mit Resonanz, 12 dB Flankensteilheit
- 56 Patchbuchsen (32 Eingänge, 24 Ausgänge) für die Verbindung mit Modularsystemen
- Eurorack-kompatibel im 80-TE-Format, MIDI In/Thru und USB-MIDI an Bord
Zwei Oszillatoren, ein Filter, kein Gedächtnis
Herzstück sind zwei VCOs mit den klassischen CEM3340-Chips, die auch in einigen Vintage-Synthesizern stecken. Zwischen den fünf Wellenformen Sinus, Dreieck, Sägezahn, Rechteck und Pulse-Width lässt sich stufenlos überblenden, statt zwischen Fußschaltern zu springen. Das namensgebende Filter – im Handel auch als „Moffatt-Filter“ bezeichnet – arbeitet multimode und deckt Band-, Hoch- und Tiefpass mit Resonanz ab.
Einen Sequenzer oder eine Speichereinheit sucht man vergebens: Der Neutron ist als vollständig analoges Instrument ohne digitale Presets ausgelegt. Jeder Sound entsteht neu am Gerät – das ist Prinzip, nicht Lücke.
56 Buchsen als Tor zum Modularsystem
Mit 32 Eingängen und 24 Ausgängen bringt der Neutron insgesamt 56 Patchpunkte mit. Das reicht, um ihn als eigenständiges Instrument zu spielen oder als Erweiterung in ein bestehendes Eurorack-System einzubinden – das Gehäuse ist im 80-TE-Format gehalten und passt damit direkt ins Rack. Ergänzt wird das Patchfeld durch einen Paraphonie-Modus für zweistimmige Klänge, ein analoges BBD-Delay, einen Rauschgenerator und eine Overdrive-Schaltung.
Bedienung: 43 Regler statt Menütauchen
43 Bedienelemente sorgen dafür, dass so gut wie jeder Parameter direkt per Regler oder Schalter erreichbar ist, ohne Untermenüs. Angesteuert wird der Neutron klassisch über MIDI In/Thru sowie zusätzlich per USB-MIDI, womit er sich auch in DAW-Setups einbinden lässt.
| Typ | Semi-modularer Desktop-Synthesizer, analog |
|---|---|
| Oszillatoren | 2× VCO mit CEM3340-Chip, 5 Wellenformen |
| Filter | Multimode VCF, Band-/Hoch-/Tiefpass, 12 dB, mit Resonanz |
| Patchpunkte | 56 (32 Eingänge, 24 Ausgänge) |
| Sequenzer / Speicher | Keiner / keine Presets |
| Format | 80 TE, Eurorack-kompatibel |
| MIDI | In/Thru, USB-MIDI |
„Der Neutron von Behringer bietet alles, was Musiker für den Einstieg in die Synthesizer-Welt benötigen“ mit „ausgiebigem Spielraum für kreatives Sounddesign“.
Wer sich näher mit analogem Sounddesign beschäftigt, findet in unserem EQ-Mixing-Guide für DJs und im Überblick zu aktuellem DJ-Equipment passende Anschlussthemen.
Häufige Fragen
Braucht der Neutron ein Modularsystem, um zu funktionieren?
Nein. Er lässt sich als eigenständiges Desktop-Instrument über MIDI oder USB-MIDI spielen. Die 56 Patchbuchsen sind eine Erweiterungsoption, keine Voraussetzung.
Kann man Sounds auf dem Neutron speichern?
Nein, der Neutron besitzt keine Speichereinheit. Als vollständig analoges Instrument werden Klänge über die Regler jedes Mal neu eingestellt.