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Behringer RD-9: Die TR-909 als Rhythm Designer
Symbolbild (KI-generiert)
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Behringer RD-9: Die TR-909 als Rhythm Designer

· Redaktion re:union Radio · 3 Min. Lesezeit

Die Behringer RD-9 kopiert die Roland TR-909: 11 Instrumente, 16 Songs mit je bis zu 16 Patterns, 64-Step-Sequencer und Einzelausgängen für jedes Instrument.

Die Behringer RD-9 ist Behringers Nachbau der Roland TR-909 und tritt als „Rhythm Designer" in die Fußstapfen der RD-8, die zuvor die TR-808 kopiert hatte. Layout, Bedienkonzept und viele Funktionen sind der 909 nachempfunden, während der Sequencer deutlich über das Original hinausgeht.

Auf einen Blick

  • 11 Instrumente mit zwei Anschlagstärken plus globalem Attack – Kick, Snare und Toms analog, der Rest sample-basiert
  • 16 Songs mit je bis zu 16 Patterns, die bis zu 64 Steps lang sein können
  • Einzelausgänge pro Instrument, MIDI In/Out/Thru, USB-MIDI und Sync I/O
  • Eingebauter Multi-Mode-Filter und Wave-Designer (Transient-Designer) im gemeinsamen Effektbus

Analoge Trommeln, digitale Extras

Die Klangerzeugung der RD-9 ist ein Hybrid: Kick, Snare und Toms arbeiten analog wie im Original, die übrigen Instrumente basieren auf Samples. Jedes der elf Instrumente verfügt über zwei Anschlagstärken sowie einen globalen Attack-Parameter; je nach Klang stehen zusätzlich Tune und Decay zur Verfügung, wobei die Bassdrum die meisten Eingriffsmöglichkeiten bietet. Ein Enhanced Mode ergänzt gegenüber dem 909-Vorbild einige zusätzliche Parameter, die sich bei Bedarf auch wieder deaktivieren lassen.

16x16x64: ein Sequencer mit Tiefgang

Statt der starren 16-Schritt-Logik des Originals bringt die RD-9 einen deutlich moderneren Sequencer mit: 16 Songs lassen sich anlegen, jeder Song fasst bis zu 16 Patterns, und jedes Pattern kann bis zu 64 Steps lang sein. Tempo, Swing, Probability und die Intensität von Flams sind über die Data-Mode-Taste, den Encoder und das Display schnell erreichbar. Ausgewählte Steps lassen sich zusätzlich mit Note- oder Step-Repeat in Verhältnissen von 1/1 bis 1/8 wiederholen, das Step-Raster reicht von 1/8 bis 1/32 inklusive Triolen. Besonders bemerkenswert ist der polymetrische Modus: Jedes Instrument kann eine eigene Loop-Länge erhalten, wodurch sich ungewöhnliche Polyrhythmen ergeben.

Anschlüsse, Effekte und Bedienung

Für die Studio- und Live-Integration bringt die RD-9 Einzelausgänge auf großer Klinke für jedes Instrument mit, dazu MIDI In/Out/Thru, USB-MIDI und Sync I/O auf kleiner Klinke samt eigenem Umschalt-Taster. Ein 6,3-mm-Mono-Main-Out mit Return erlaubt es, einzelne Signale per Klinkenstecker aus der Summe herauszugreifen, extern zu bearbeiten und wieder einzuschleifen. Klanglich stehen ein umschaltbares Multi-Mode-Filter (Low-Pass/High-Pass mit Cutoff und Resonanz) sowie ein Wave-Designer für die Sustain-Formung bereit, beide über einen gemeinsamen Effektbus den Instrumenten zuweisbar. Das Filter lässt sich zudem über die Steps automatisieren.

Instrumente11 (Kick, Snare, Toms analog, Rest Samples)
Sequencer16 Songs, je bis 16 Patterns, bis 64 Steps
ZusatzfunktionenProbability, Flam, Note-/Step-Repeat, polymetrischer Modus
EffekteMulti-Mode-Filter (LP/HP), Wave-Designer
AnschlüsseEinzelausgänge, MIDI In/Out/Thru, USB-MIDI, Sync I/O, Kopfhörerausgang

„Die Verarbeitung ist einwandfrei, es wackelt nix. Alle 37 Regler drehen sich smooth, die Vielzahl der Taster fassen und drücken sich ebenfalls gut […] – Klanglich ist die RD-9 weitestgehend eine 909."

Wer die RD-9 später live einsetzt, kombiniert sie über Sync oft mit Mixern wie dem AlphaTheta DJM-V5 oder integriert Patterns in Sets, in denen bereits Hot Cues und Beat Jump zum Standardrepertoire gehören.

Häufige Fragen

Ist die RD-9 komplett analog?

Nein. Kick, Snare und Toms werden analog erzeugt, die übrigen Instrumente basieren auf Samples – ein Hybridkonzept, das dem Original klanglich nahekommt, aber nicht identisch aufgebaut ist.

Wie viele Patterns passen in einen Song?

Ein Song fasst bis zu 16 Patterns, jedes davon kann bis zu 64 Steps lang sein. Insgesamt lassen sich 16 Songs anlegen.


Quelle: Bonedo, Felix Klostermann, technische Beschreibung und Praxistest der Behringer RD-9.

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