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MIDI-Mapping: So passt du deinen DJ-Controller wirklich an
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MIDI-Mapping: So passt du deinen DJ-Controller wirklich an

· Redaktion re:union Radio · 2 Min. Lesezeit

MIDI-Mapping erklärt: Wie DJ-Programme MIDI-Befehle umdeuten und warum du deinen Controller frei auf deine eigene Spielweise umlegen kannst.

MIDI-Mapping ist der Grund, warum kein DJ-Setup wie das andere aussehen muss. Knöpfe, Fader und Pads senden nur Zahlen – was diese Zahlen auslösen, entscheidet am Ende die Software. Wer verstanden hat, wie das technisch funktioniert, hört auf, sich der Werkseinstellung eines Controllers zu unterwerfen, und fängt an, die Hardware nach der eigenen Spielweise zu formen.

Auf einen Blick

  • Spielhilfen wie Regler und Pedale werden über MIDI als Controllerbefehle übertragen
  • Sender und Empfänger lassen sich meist frei auf andere Controllerbefehle umlegen
  • In neuerer Zeit wird die ursprüngliche MIDI-Bedeutung oft ignoriert und neu belegt
  • Bei DJ-Programmen sind angepasste Controller sehr verbreitet

Was hinter Controllerbefehlen steckt

Jeder Dreh an einem Poti oder jeder Tastendruck an einem Controller erzeugt einen MIDI-Befehl. Ursprünglich war das Protokoll dafür gedacht, die „Spielhilfen“ eines Instruments zu übertragen – also alles, was neben den Tasten den Klang formt, vom Modulationsrad bis zum Pedal. Genau diese Zuordnung von Befehl zu Funktion ist der Punkt, an dem Mapping ansetzt: Der Befehl bleibt technisch gleich, seine Bedeutung bestimmt das Gerät oder Programm, das ihn empfängt.

Umlegen statt hinnehmen

Dass diese Zuordnung nicht in Stein gemeißelt ist, war schon im klassischen MIDI-Einsatz angelegt. Wikipedia beschreibt es so:

„Teilweise sind die Spielhilfen per MIDI-Protokoll an bestimmte Controllerbefehle gebunden, wobei meist sowohl die Spielhilfen beim Sender (z. B. Tastatur) wie auch beim Empfänger (Expandermodul, Plugin) frei auf andere Controller(befehle) umgeändert werden können (z. B. Modulationsrad als Lautstärkeregler).“

Für dich heißt das: Nicht nur der Controller, auch die Software auf der Empfängerseite kann festlegen, was ein eingehender Befehl bewirkt.

Warum DJ-Software das MIDI-Protokoll umdeutet

Erst in neuerer Zeit werden Controller verstärkt so genutzt, dass die ursprüngliche Semantik keine Rolle mehr spielt: Dem Befehl werden ganz andere Funktionen zugeordnet, als das Protokoll vorsieht – vor allem, wenn die Musik komplett im Rechner bearbeitet wird. Bei DJ-Programmen sind angepasste Controller sehr verbreitet. Ein MIDI-Signal öffnet dann etwa den Dialog zur Songauswahl, startet oder stoppt die Wiedergabe, und ein Befehl, der eigentlich eine Tonhöhe meint, kann die Länge einer Wiederholungsschleife codieren.

Warum dieser Aufwand? Weil sich mit der Maus die nötige Reaktionszeit und Feinfühligkeit nicht erreichen lässt, etwa beim Synchronisieren der Beats zweier Songs. Die Haptik des Controllers ist hier der eigentliche Vorteil. Wer sich zusätzlich mit EQ-Mixing und den Hot-Cue- und Loop-Techniken moderner CDJs beschäftigt, merkt schnell, wie sehr ein durchdachtes Mapping diese Abläufe stützt.

Häufige Fragen

Was bedeutet „Mapping“ bei einem DJ-Controller?

Mapping ist die Zuordnung, welche Funktion ein eingehender MIDI-Befehl im Programm auslöst. Bei DJ-Programmen wird dabei die ursprüngliche MIDI-Bedeutung häufig ignoriert und durch eigene Funktionen ersetzt.

Warum nicht einfach mit der Maus mixen?

Weil die Maus die nötige Reaktionszeit und Feinfühligkeit nicht bietet – zum Beispiel, wenn du die Beats zweier Songs synchronisierst.


Quelle: Wikipedia – Musical Instrument Digital Interface

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