iZotope stellt Stem-Separation-Software Photon vor
· Redaktion re:union Radio · 1 Min. Lesezeit
iZotope hat Photon veröffentlicht. Das Tool nutzt Machine-Learning-Modelle auf der Computer-GPU für Stem-Splitting und Audioreparatur.
iZotope hat mit Photon ein neues Programm zur Stem-Trennung vorgestellt. Die Veröffentlichung markiert die erste Software des Unternehmens seit der Übernahme durch Boris FX im Juli, die nach dem Verkauf der vorherigen Dachgesellschaft Native Instruments an InMusic stattfand. Die Modelle hinter der Software entstanden in Kooperation mit Boris FX.
Funktionen und Modelle im Überblick
Photon arbeitet als eigenständige Anwendung oder als ARA-Plugin in kompatiblen DAWs, was das Offline-Trennen direkt auf der Zeitleiste ermöglicht. Berechnungen erfolgen lokal über den Grafikprozessor (GPU) des Rechners. Zur Ausstattung gehören zwölf speziell trainierte Machine-Learning-Modelle:
- Ein Musikmodell teilt Mischungen in Voice, Bass, Drums und Other.
- Ein Schlagzeugmodell separiert Drums in Kick, Snare, Hi-hat, Toms und Cymbals.
- Ein Stimmmodell extrahiert Voice und Music für Sampling oder Remix-Zwecke.
- Das Cinema-Modell zerlegt Tonspuren in Dialog, Musik und Geräuscheffekte.
- Voice Restore und Umgebungsmodelle reduzieren Störgeräusche bei Innen- und Außenaufnahmen.
Bedienoberfläche und Export
Die Benutzeroberfläche stellt Audiospuren als mehrschichtige Wellenform dar, wobei jeder Stem farblich codiert ist. Nutzer können Pegel steuern, Stems vorhören sowie solo oder stumm schalten. Neue sowie überarbeitete Modelle lassen sich über den integrierten Model Manager nachladen. Der Export der isolierten Spuren erfolgt wahlweise in den Dateiformaten WAV, FLAC oder MP3.
Quelle: MusicRadar