Pioneer DJ DDJ-REV1: Scratch-Controller im Turntable-Format
· Redaktion re:union Radio · 2 Min. Lesezeit
Der Pioneer DJ DDJ-REV1 bildet zwei Plattenspieler und einen Battle-Mixer nach – gebaut für Scratch- und DVS-DJs mit Serato.
Der Pioneer DJ DDJ-REV1 ist kein Controller für die schnelle mobile Party, sondern eine gezielte Nachbildung des klassischen Battle-Setups: zwei Plattenspieler plus Mixer in einem Gerät. Pioneer DJ orientiert sich dabei laut Herstellerangabe direkt an der Kombination aus zwei PLX-Turntables und einem Mixer der DJM-S-Serie – und das spürt man an jeder Ecke des Layouts.
Auf einen Blick
- 2-Kanal-Controller mit Serato DJ Lite im Lieferumfang
- Jogwheels im 154-mm-Format – identisch zur Größe der DDJ-SR2-Teller
- Lever FX statt klassischem Crossfader, dazu Tracking-Scratch-Modus mit automatischer Cue-Rückkehr
- Gehäusemaße 526,0 x 255,5 x 59,2 mm, class-compliant ohne separaten Audiotreiber
Gebaut für Scratch, nicht für den Partywagen
Während viele Einsteiger-Controller auf Kompaktheit und einfache Bedienung setzen, geht der DDJ-REV1 den umgekehrten Weg. Die beiden Jogwheels sind 154 mm groß – laut Pioneer DJ dieselbe Größe wie beim DDJ-SR2. Wer von Vinyl oder einem klassischen Scratch-Mixer kommt, findet damit ein vertrautes Handling – inklusive Tracking-Scratch-Modus, der beim Scratchen automatisch zum ursprünglichen Cue-Punkt zurückspringt.
Lever FX statt Crossfader
Statt eines herkömmlichen Crossfaders setzt Pioneer DJ auf einen Lever-FX-Regler, wie man ihn aus der DJM-S-Mixer-Reihe kennt. Das richtet den DDJ-REV1 klar an Battle- und Scratch-DJs, die mit Fader-Cuts und Transformer-Effekten arbeiten, statt an Anwender, die nur weiche Übergänge zwischen zwei Tracks brauchen.
Serato DJ Lite und Class-Compliance
Im Lieferumfang steckt Serato DJ Lite, die kostenlose Einstiegsversion der verbreiteten DJ-Software. Der Controller ist zudem class-compliant, benötigt also keinen zusätzlichen Audiotreiber und lässt sich direkt per USB anschließen. Für Streaming-Setups bringt das Gerät außerdem eine Funktion zum Einmischen von Mikrofon-Audio mit, und über die Deck-3/4-Steuerung lassen sich auch größere Serato-Bibliotheken mit vier virtuellen Decks bedienen.
Für wen lohnt sich der Umstieg?
Wer bereits mit Vinyl oder einem Scratch-Mixer arbeitet und den Umstieg auf ein digitales DVS-Setup plant, bekommt mit dem DDJ-REV1 ein Gerät, das die gewohnte Handhaltung beibehält. Für reine Mobil- oder Wedding-DJs, die vor allem kompakte Maße und einfache Mixe suchen, ist das Layout dagegen weniger auf Effizienz getrimmt – dafür gibt es in der DDJ-Reihe kompaktere Modelle wie den Pioneer DJ DDJ-FLX10.
| Kanäle | 2 |
|---|---|
| Software | Serato DJ Lite (im Lieferumfang) |
| Jogwheel-Größe | 154 mm (wie DDJ-SR2) |
| Crossfader | Lever FX (kein klassischer Crossfader) |
| Maße | 526,0 x 255,5 x 59,2 mm |
| Anschluss | USB, class-compliant |
Häufige Fragen
Ist der DDJ-REV1 auch für Einsteiger ohne Vinyl-Erfahrung geeignet?
Technisch ja, da Serato DJ Lite geführtes Mixen erleichtert. Wer aber noch nie mit einem Battle-Mixer und großen Jogwheels gearbeitet hat, muss sich zunächst an das Handling gewöhnen – der Controller ist klar an Scratch-Technik ausgerichtet, nicht an einfache Beatmatching-Übergänge. Grundlagen dazu liefert etwa der Beitrag zum EQ-Mixing für DJs.
Braucht man zusätzliche Treiber für den Anschluss?
Nein. Laut Pioneer DJ ist der DDJ-REV1 class-compliant und lässt sich ohne separate Audiotreiber-Installation direkt per USB an Rechner anschließen.
Quelle: Pioneer DJ, Produktseite DDJ-REV1.