Rekordbox vs. Traktor Pro 4: Welche DJ-Software passt zu dir?
· Redaktion re:union Radio · 2 Min. Lesezeit
Rekordbox oder Traktor Pro 4? Der Vergleich zeigt Preismodelle, Stem-Technologie und Hardware-Support der beiden führenden DJ-Programme im Detail.
Rekordbox oder Traktor Pro 4 – wer sich für eine neue DJ-Software entscheidet, legt damit auch fest, wie er künftig arbeitet. Lizenzmodell, Hardware-Anbindung und die Werkzeuge fürs Live-Remixen unterscheiden sich zwischen den beiden Platzhirschen deutlich.
Auf einen Blick
- Rekordbox läuft als gestaffeltes Abomodell vom kostenlosen Einstieg bis zur Professional-Stufe mit 5 TB Cloud-Speicher
- Traktor Pro 4 trennt Tracks live per Stem-Technologie von iZotope RX in Drums, Bass, Instrumente und Vocals
- Rekordbox bietet schon in der kostenlosen Stufe Hardware Unlock für kompatible Pioneer-DJ-Geräte
Rekordbox: Abo-Modell mit Cloud-Anbindung
Pioneer DJ staffelt rekordbox in mehrere Abo-Stufen. Die Free-Version erlaubt Hardware Unlock für passende Geräte, ein Gerät im Sync und bis zu 1.000 Tracks in der Cloud. Wer mehr braucht, wählt höhere Stufen: Core bringt Videoausgabe, DVS-Steuerung sowie RMX- und DJM-Effekte für drei Geräte. Creative erweitert den Funktionsumfang für vier Geräte im Sync. Die Professional-Stufe richtet sich an Vielnutzer: acht Geräte im Sync, 5 TB Dropbox-Speicher, Videoausgabe, DVS-Kontrolle, STEMS-Unterstützung und Aufnahmefunktionen. Bereits die kostenlose Stufe bietet KI-Analyse der Vocal-Position und automatische Musikklassifizierung, alle kostenpflichtigen Pläne ergänzen einen Kompatibilitäts-Check zwischen Tracks. In der Professional-Stufe lassen sich Playlists inklusive Trackreihenfolge, BPM, Grid und Cue-Punkten mit bis zu fünf weiteren Accounts gemeinsam bearbeiten.
Traktor Pro 4: Kauflizenz mit Stem-Separation
Kernstück von Traktor Pro 4 ist die Stem-Separation auf Basis von iZotope RX, die Tracks live in Drums, Bass, Instrumente und Vocals mit eigenen Wellenform-Anzeigen zerlegt. Dazu kommen Remix Decks zum Triggern von Samples und Loopen von Songabschnitten während des Sets, ein Pattern Player mit Drum-Kits von Produzenten-Kollaborationen sowie über 40 Effekte über vier zuweisbare Effektprozessoren, von Delays über Reverbs bis zu Phasern. Ein Ozone Maximizer sorgt für Lautheit ohne Verzerrung, flexible Beatgrids passen sich Tempowechseln an. Neukunden erhalten zwei Monate Beatport-Streaming dazu.
„Transform the way you mix and remix with stem separation powered by iZotope's legendary RX technology.“ – Native Instruments
Hardware und Live-Einsatz
Rekordbox spielt seine Stärken mit Pioneer-DJ-Hardware aus – von Controllern bis zu Club-Standard-Playern lässt sich vieles per Hardware Unlock direkt freischalten. Traktor Pro 4 deckt neben eigenen Controllern wie S2, S4, X1 und Z1 ebenfalls Club-CDJs und -Mixer ab, dazu DVS über Traktor Control Vinyl, MIDI-Controller und Ableton Link für hybride Setups mit bis zu vier Decks. Wer im Club oder bei CDJ-Tricks wie Hot Cues und Beat Jump sattelfest sein will, findet in beiden Programmen die nötigen Werkzeuge – der Unterschied liegt im Preismodell und in der Tiefe der Remix-Funktionen.
Welche Software passt zu wem?
Wer viel mit Pioneer-Hardware im Club unterwegs ist und Cloud-Sync über mehrere Geräte schätzt, fährt mit rekordbox gut – muss dafür aber laufend zahlen. Wer Stems live in seine Sets einbauen will, findet in Traktor Pro 4 die flexiblere Lösung fürs Remixen. Für den Feinschliff am Übergang selbst hilft in beiden Programmen sauberes EQ-Mixing mit Bass, Mitten und Höhen.
Häufige Fragen
Kann ich rekordbox kostenlos nutzen?
Ja, die Free-Stufe erlaubt Hardware Unlock für kompatible Geräte und ein Gerät im Sync, allerdings begrenzt auf 1.000 Tracks in der Cloud.
Quelle: rekordbox, Native Instruments