Roland TR-8S: Die Drum Machine für Techno-Live-Acts
· Redaktion re:union Radio · 2 Min. Lesezeit
Roland TR-8S vereint ACB-Modelle von 808, 909 und 707 mit FM-Synthese, Sampling und acht Einzelausgängen.
Die Roland TR-8S ist als "Rhythm Performer" konzipiert – ein Drum-Modul, das klassische Roland-Klangwelten mit moderner Sample- und Synthese-Technik zusammenbringt. Für Techno-Producer und Live-Acts ist sie damit ein zentrales Werkzeug im Setup, wenn Beats nicht nur programmiert, sondern auf der Bühne live verändert werden sollen.
Auf einen Blick
- ACB-Modelle (Analog Circuit Behavior) von TR-808, TR-909, TR-707, TR-606, TR-727 und CR-78
- 11 zuweisbare Instrument-Parts plus dedizierter Trigger-out-Part
- 8 separate analoge Ausgänge und USB-Audio-/MIDI-Interface
- Sequencer mit 16 Steps pro Variation, 8 Variationen pro Pattern und 128 User Patterns
Klangerzeugung: Analoge Klassiker plus FM und Sampling
Kern der TR-8S sind die ACB-Modelle der TR-808, TR-909, TR-707, TR-606, TR-727 und der CR-78 – Roland bildet damit das Verhalten der analogen Original-Schaltkreise digital nach, statt nur Samples abzuspielen. Dazu kommen 72 FM-Synthesizer-Sounds und über 300 Preset-Samples. Wer eigenes Material einbringen will, importiert User-Samples per SD-Karte, einzeln bis zu 180 Sekunden lang, insgesamt bis zu rund 600 Sekunden.
Sequencer und Effekte für den Live-Einsatz
Der Sequencer arbeitet mit 16 Steps je Variation und acht Variationen (A–H) pro Pattern, dazu kommen zwei Fill-in-Patterns je Pattern sowie Sub-Steps, Last-Step-Kontrolle und Motion Recording für Live-Automation. Insgesamt lassen sich 128 User Patterns und 128 User Drum Kits ablegen. Für den Sound-Feinschliff stehen 13 Instrument-Effekte – darunter Hochpass- und Tiefpassfilter, Kompressor, Drive und Crusher –, sieben Reverb-Typen sowie diverse Delay-Optionen bereit. Auf der Summe sorgen 21 Master-Effekt-Varianten für den letzten Schliff.
Anschlüsse: Acht Wege raus, ein Kabel für alles
Für den Studio- und Live-Betrieb bringt die TR-8S acht separate analoge Ausgänge mit, dazu einen Stereo-Mix-Ausgang, einen Ext-In-Eingang, MIDI In/Out und einen USB-Typ-B-Anschluss. Über USB fungiert das Gerät zugleich als Mehrkanal-Audio- und MIDI-Interface – Aufnahmen einzelner Spuren im DAW sind damit ohne zusätzliches Interface möglich. Ergänzt wird das Ganze durch einen SD-Kartenslot und einen Kopfhörerausgang.
| Kategorie | Rhythm Performer |
|---|---|
| Klangmodelle | ACB TR-808, TR-909, TR-707, TR-606, TR-727, CR-78 |
| Sounds | 72 FM-Synth-Sounds, 300+ Preset-Samples |
| Instrument-Parts | 11 zuweisbar + 1 Trigger-out |
| Ausgänge | 8 separate analoge Ausgänge, Stereo Mix Out |
| Abmessungen | 409 × 263 × 58 mm |
| Gewicht | 2,1 kg |
"Rhythm Performer"
So beschreibt Roland selbst die Gerätekategorie – ein Hinweis darauf, dass die TR-8S nicht nur als Sequencer im Studio, sondern gezielt für die Performance auf der Bühne gedacht ist. Wer seine Übergänge zwischen Patterns und Sounds im Set schärfen will, findet dazu ergänzend unsere Tipps zum EQ-Mixing. Und wer die TR-8S mit modernen DJ-Multiplayern kombiniert, sollte einen Blick auf den AlphaTheta CDJ-1500X werfen.
Häufige Fragen
Kann die TR-8S als Audio-Interface für die DAW genutzt werden?
Ja, über USB arbeitet sie laut Roland als Mehrkanal-Audio- und MIDI-Interface, sodass sich einzelne Spuren direkt in eine DAW aufnehmen lassen.
Wie viele eigene Sounds lassen sich auf der TR-8S laden?
Eigene Samples werden per SD-Karte importiert, einzeln bis zu 180 Sekunden lang und insgesamt bis zu rund 600 Sekunden Gesamtlänge.