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Shure SM7B: Der Studio-Klassiker seit 1973 erklärt
Symbolbild (KI-generiert)
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Shure SM7B: Der Studio-Klassiker seit 1973 erklärt

· Redaktion re:union Radio · 2 Min. Lesezeit

Das Shure SM7B ist seit Jahrzehnten Rundfunk-Standard. Wir erklären Technik, Geschichte und Einsatzgebiete des dynamischen Mikrofons.

Kaum ein Mikrofon taucht so oft im Hintergrund von Podcast-Studios und Rundfunkkabinen auf wie das Shure SM7B. Sein charakteristischer schwarzer Korb mit dem großen Windschutz ist längst ein visuelles Erkennungszeichen geworden – dabei reicht die Geschichte der Baureihe bis in die frühen 1970er Jahre zurück.

Auf einen Blick

  • Dynamisches Mikrofon mit Nierencharakteristik, Tauchspulen-Wandler
  • Ursprungsmodell SM7 erschien 1973, SM7B seit 2001 im Programm
  • Frequenzbereich 50–20.000 Hz, XLR-Anschluss, Gewicht rund 765 Gramm
  • Fester Bestandteil vieler bekannter Podcast- und Broadcast-Studios

Eine Konstruktion mit langer Geschichte

Das ursprüngliche SM7 kam 1973 auf den Markt und wurde für Rundfunk- und Fernsehstudios entwickelt. 1999 folgte mit dem SM7A eine Version mit verbesserter Abschirmung gegen elektromagnetische Störungen, wie sie in der Nähe von Bildschirmen und Kabelbündeln entstehen. Das SM7B kam 2001 hinzu und brachte einen überarbeiteten Windschutz mit. 2023 ergänzte Shure mit dem SM7dB eine Variante mit integriertem Vorverstärker – ein Hinweis darauf, dass der geringe Ausgangspegel des dynamischen Wandlers in der Praxis oft einen kräftigen Mikrofonvorverstärker nötig macht.

Technik: Niere, Tauchspule, XLR

Der Wandler arbeitet nach dem dynamischen Tauchspulenprinzip mit Nierencharakteristik, bündelt den Schall also bevorzugt von vorne und dämpft Störgeräusche von der Seite und von hinten. Angeschlossen wird das SM7B klassisch über einen dreipoligen XLR-Stecker.

WandlerprinzipDynamisch (Tauchspule)
RichtcharakteristikNiere
Frequenzbereich50–20.000 Hz
Impedanz150 Ohm
Empfindlichkeit−59 dBV/Pa (1,12 mV)
Gewicht765,4 g
AnschlussXLR-3, männlich

Warum das Mikrofon in Podcast-Studios steht

Seine Verbreitung in der Podcast-Szene verdankt das SM7B unter anderem prominenten Sendungen. Laut Wikipedia-Eintrag zur Baureihe setzten Formate wie 99% Invisible und The Joe Rogan Experience auf das Mikrofon, was in der Folge zu deutlich gestiegenen Verkaufszahlen führte. Auch im Broadcast-Bereich ist es als klassisches Sprecher- und Moderatorenmikrofon verbreitet.

„Der Podcast 99% Invisible, The Joe Rogan Experience und weitere verwendeten das Mikrofon.“

Auch in der Musikproduktion zuhause

Neben Sprachaufnahmen hat sich das SM7B auch bei Gesangs- und Instrumentalaufnahmen einen Namen gemacht. Genannt werden unter anderem Aufnahmen von Michael Jackson aus dem Jahr 1982 sowie Sessions von Metallica und AC/DC – ein Hinweis darauf, wie robust und vielseitig der Nierencharakteristik-Wandler über verschiedene Genres hinweg eingesetzt wird. Wer sich mit Studiotechnik jenseits des Mikrofons beschäftigt, findet in unserem EQ-Mixing-Guide für DJs weitere Grundlagen zum Umgang mit Frequenzbereichen, und wer aktuelle Studio- und DJ-Hardware im Blick behalten will, wird bei unserer Vorstellung des AlphaTheta DJM-V5 fündig.

Häufige Fragen

Braucht das Shure SM7B einen Vorverstärker?

Mit einer Empfindlichkeit von −59 dBV/Pa liefert der dynamische Wandler ein vergleichsweise leises Ausgangssignal, weshalb in der Praxis häufig ein zusätzlicher Vorverstärker eingesetzt wird, um genügend Pegel zu erreichen.

Wofür wurde das SM7 ursprünglich entwickelt?

Das 1973 vorgestellte Ursprungsmodell war für den Einsatz in Rundfunk- und Fernsehstudios gedacht, bevor spätere Versionen wie SM7A, SM7B und SM7dB technische Verbesserungen bei Abschirmung, Windschutz und Vorverstärkung brachten.


Quelle: Wikipedia: Shure SM7

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