Sony MDR-7506: Der Studio-Klassiker seit 1991
· Redaktion re:union Radio · 2 Min. Lesezeit
Sony MDR-7506: geschlossener Studiokopfhörer seit 1991 mit 40-mm-Treiber und 63 Ohm. Technische Daten, Stärken im Monitoring und Grenzen beim Mix.
Der Sony MDR-7506 kam 1991 als Profi-Kopfhörer von Sony auf den Markt. Sein Rezept ist schlicht: geschlossene Ohrmuscheln, ein 40-mm-Treiber, ein Spiralkabel und ein Bügel, den du auf Taschenformat zusammenklappst.
Auf einen Blick
- Geschlossener, dynamischer Kopfhörer mit 40-mm-Treiber, seit 1991 im Programm von Sony
- 63 Ohm Impedanz und 106 dB/mW Empfindlichkeit laut Sony-Datenblatt
- Fest montiertes Spiralkabel: ca. 1,2 m, gestreckt ca. 3 m
- Rund 230 g ohne Kabel, zusammenklappbar, mit Tragetasche
Vom MDR-V6 zum Studio-Standard
Die Geschichte beginnt 1985 mit dem MDR-V6, der bei Toningenieuren und DJs schnell beliebt wurde. Sechs Jahre später schob Sony den MDR-7506 als Profi-Version nach. Laut Wikipedia teilen sich beide Modelle die Teilenummer des Treibers und fast alle Bauteile – der 7506 bekommt vergoldete Stecker und beschriftete Ohrmuschel-Abdeckungen.
Anfangs steckte ein Samarium-Cobalt-Magnet im Treiber, später wechselte Sony auf Neodym. Die Teilenummer blieb dabei gleich. Schon 1997 nannte das EQ Magazine den 7506 in einem Atemzug mit dem V6 als typischen Studiokopfhörer mit Ruf für hohe Lautstärke und gute Abschirmung nach außen.
Technische Daten
| Bauart | geschlossen, dynamisch, ohrumschließend |
|---|---|
| Treiber | 40 mm, Kalotte |
| Empfindlichkeit | 106 dB/mW |
| Frequenzbereich | 10–20.000 Hz |
| Impedanz | 63 Ohm (1 kHz) |
| Maximale Belastbarkeit | 1.000 mW (IEC) |
| Kabel | Spiralkabel, ca. 1,2 m, gestreckt ca. 3 m, nicht abnehmbar |
| Stecker | vergoldeter 3,5-mm-Klinkenstecker mit Adapter auf 6,35 mm |
| Gewicht | ca. 230 g ohne Kabel, 298 g mit Kabel |
| Zubehör | Tragetasche |
Was der Kopfhörer im Studio und in der Kabine leistet
Bonedo beschreibt den 7506 als solides Arbeitstier fürs Monitoring in lauten Umgebungen. Die Dämmung ist effektiv, die räumliche Abbildung für einen geschlossenen Kopfhörer bemerkenswert transparent. Die Höhen beschreibt Bonedo als angenehm präsent und transparent, ohne unnötige Schärfe, während die unteren Mitten gegenüber den oberen Mitten etwas zurückstehen.
Beim Bass wird das Magazin kritisch: voluminös und etwas undifferenziert. Für Aufnahmen passt das, fürs Mischen und Mastern hält der Autor ihn für eher ungeeignet.
Die Bauteile sind überwiegend verschraubt und lassen sich laut Bonedo nachbestellen und tauschen. Das Kunstleder der Ohrpolster neigt nach Jahren intensiver Nutzung zum Zerfall – dann wechselst du eben die Polster. Der Klappmechanismus klappt beim häufigen Auf- und Absetzen gern von selbst zusammen.
Einordnung neben anderen Klassikern
Vergleichbar ist der Sony in der DJ-Kabine mit dem kompakten Sennheiser HD 25 Plus, im Studio mit offenen Modellen wie dem Beyerdynamic DT 990 Pro. Der 7506 sitzt dazwischen: ohrumschließend, geschlossen, faltbar. Das ist ein Kopfhörer für Recording, Broadcast und laute Umgebungen, kein Spezialist für den finalen Mix.
Häufige Fragen
Ist das Kabel des Sony MDR-7506 abnehmbar?
Nein. Das Spiralkabel ist fest montiert. Laut Sony misst es ca. 1,2 m und lässt sich auf ca. 3 m strecken.
Was unterscheidet den MDR-7506 vom MDR-V6?
Beide nutzen denselben Treiber und fast alle gleichen Bauteile. Der 7506 hat vergoldete Stecker. Im Vergleich von CNET 2014 betonte der 7506 die Höhen stärker und hatte weniger Bass als der V6.
Eignet sich der MDR-7506 zum Mischen?
Bonedo sieht ihn wegen des betonten Basses eher nicht als Kopfhörer für Mix und Mastering. Seine Stärke liegt im Monitoring bei Aufnahmen und in lauten Umgebungen.
Quelle: Sony MDR-7506 Datenblatt (PDF), Bonedo, Wikipedia