Spotify löscht Millionen Spam-Songs und führt KI-Labels ein
· Redaktion re:union Radio · 1 Min. Lesezeit
Spotify geht gegen minderwertige Massenware vor: Millionen Spam-Titel wurden gelöscht oder aussortiert, während neue Optionen für mehr KI-Transparenz sorgen.
Spotify geht verstärkt gegen Spam und massenhaft hochgeladene Inhalte vor. In den zwölf Monaten vor September 2025 entfernte der Streaming-Dienst nach eigenen Angaben mehr als 75 Millionen Titel vollständig von der Plattform, die als Spam eingestuft wurden. Im Jahr 2026 nahm der Dienst zudem über 50 Millionen weitere Tracks aus redaktionellen und algorithmischen Empfehlungen heraus.
Schutz des Tantiemen-Pools und neue Kennzeichnungen
Täglich erreichen rund 100.000 neue Songs die Server des Anbieters. Da massenhafte Uploads die Verteilung von Tantiemen beeinflussen, zielen die Maßnahmen darauf ab, diesen Pool zu schützen. Im Jahr 2025 schüttete das Unternehmen mehr als 11 Milliarden US-Dollar an Tantiemen aus.
Um Inhalte zu identifizieren, analysiert der Dienst unter anderem Hörgewohnheiten, Upload-Muster, Metadaten sowie externe KI-Erkennungssysteme. Nach Angaben der Plattform macht reine KI-Musik derzeit deutlich weniger als ein Prozent des Gesamtkonsums aus.
Für Musikschaffende gibt es seit April 2026 neue Optionen:
- Mit dem Beta-Feature AI Credits können Kunstschaffende auf freiwilliger Basis angeben, ob KI für Gesang oder Instrumente verwendet wurde.
- Tausende rein KI-generierte Profile erhielten ein AI Persona Badge und werden standardmäßig von Empfehlungen ausgeschlossen, außer Hörer folgen dem Profil aktiv.
- Das Kennzeichen Verified by Spotify markiert die Echtheit von Profilen.
Auch Organisationen wie IFPI und RIAA stellten ein freiwilliges System vor, das zwischen AI-generated und AI-assisted unterscheidet.
Quelle: Delamar