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Tresor Berlin: 35 Jahre Techno-Geschichte im Kraftwerk
Symbolbild (KI-generiert)
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Tresor Berlin: 35 Jahre Techno-Geschichte im Kraftwerk

· Redaktion re:union Radio · 3 Min. Lesezeit

1991 im Tresorraum eines Kaufhauses gegründet, seit 2007 im Heizkraftwerk Berlin-Mitte: die bewegte Geschichte von Tresor Berlin zum 35. Jubiläum.

Tresor Berlin zählt zu den bekanntesten Techno-Clubs der Welt und wird 2026 35 Jahre alt. Die Geschichte des Clubs ist eng mit dem Berlin der Nachwendezeit verwoben – von einem echten Tresorraum bis zum stillgelegten Heizkraftwerk an der Köpenicker Straße.

Auf einen Blick

  • Eröffnung 1991 in der Leipziger Straße 126, im 1926 erbauten Tresorraum des ehemaligen Wertheim-Kaufhauses
  • Im September 1991 gründete Dimitri Hegemann das hauseigene Label Tresor Records
  • Nach der letzten Party am 16. April 2005 folgte die Zeit „Tresor im Exil“ in der Maria am Ostbahnhof und im SO36
  • Seit 25. Mai 2007 residiert der Club im stillgelegten südlichen Trakt des Heizkraftwerks Berlin-Mitte an der Köpenicker Straße

Der Name kommt vom echten Tresorraum

Anfang 1991 war Achim Kohlberger, einer der Köpfe des West-Berliner Acidhouse-Clubs Ufo, gemeinsam mit einem Veranstalter der Tekknozid-Partys auf der Suche nach einer Location für einen Techno-Club. Fündig wurden sie im 1926 erbauten Tresorraum des ehemaligen Wertheim-Kaufhauses in der Leipziger Straße 126, nahe dem Leipziger Platz. Von diesem Fundstück leitet sich bis heute der Name des Clubs ab.

Detroit trifft Berlin

Zu den wichtigsten Resident-DJs zählten unter anderem Tanith, Surgeon, Jonzon und Mitja Prinz. Besonders oft spielten DJs und Live-Acts aus Detroit im Tresor, darunter Jeff Mills, Juan Atkins, Blake Baxter, Robert Hood und Kevin Saunderson – der Club wurde so zur europäischen Plattform für die internationale Techno-Bewegung. Im September 1991 rief Mitgründer Dimitri Hegemann zusätzlich das gleichnamige Plattenlabel Tresor Records ins Leben, das die Verbindung zwischen Berlin und Detroit auch musikalisch festigte.

Umzug ins Heizkraftwerk

Das Gelände nahe dem Potsdamer Platz war zu DDR-Zeiten in Mauernähe geräumt worden und wurde nach der Wende wieder für Bebauung attraktiv – die Betreiber bekamen deshalb von Anfang an nur kurzfristige Verträge. Die letzte Party am alten Standort fand am 16. April 2005 statt. Ab Juli 2005 liefen Tresor-Partys unter dem Motto „Tresor im Exil“ in den Räumen der Maria am Ostbahnhof und im SO36, bis der Club am 25. Mai 2007 seine neuen Räume im stillgelegten südlichen Trakt des Heizkraftwerks Berlin-Mitte an der Köpenicker Straße eröffnete. Ein Teil der originalen Schließfächer aus dem alten Wertheim-Kaufhaus wurde damals mitgenommen und in den unteren Veranstaltungsraum der neuen Location eingebaut.

„Am 25. Mai 2007 eröffnete der Club seine neuen Räume im stillgelegten südlichen Trakt des Heizkraftwerks Berlin-Mitte in der Köpenicker Straße.“

Queeres Publikum seit 2017

Seit 2017 finden im Tresor regelmäßig die Partys des queeren Kollektivs Herrensauna statt, die dem Club ein jüngeres, queeres Publikum erschlossen haben. Damit hat sich die Institution über drei Jahrzehnte immer wieder neu erfunden, ohne den rohen, industriellen Charakter der Location aufzugeben, der seit dem Umzug 2007 zum Markenzeichen des Clubs gehört.

Wer sich mit dem technischen Werkzeug für den eigenen Auftritt beschäftigt, findet in unserem Setup-Guide für Einsteiger die Grundausstattung, und im Beitrag zum EQ-Mixing Praxistipps für saubere Übergänge im Set.

Häufige Fragen

Wo befindet sich Tresor Berlin heute?

Seit dem 25. Mai 2007 im stillgelegten südlichen Trakt des Heizkraftwerks Berlin-Mitte an der Köpenicker Straße, nach zuvor zwei Jahren im Exil in der Maria am Ostbahnhof und im SO36.

Woher stammt der Name Tresor?

Vom ursprünglichen Standort 1991: dem 1926 erbauten Tresorraum des ehemaligen Wertheim-Kaufhauses in der Leipziger Straße 126.


Quelle: Wikipedia

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