Push 3 vs. Maschine+: Standalone-Groovebox im Vergleich
· Redaktion re:union Radio · 3 Min. Lesezeit
Ableton Push 3 und Native Instruments Maschine+ produzieren ohne Laptop. Im Vergleich: Prozessor, Displays, Pads und Speicher der Standalone-Groovebox.
Wer heute ohne Laptop produzieren will, landet fast zwangsläufig bei zwei Geräten: Ableton Push 3 und Native Instruments Maschine+. Beide versprechen Studio-Arbeit ohne Rechner, gehen dabei aber technisch sehr unterschiedliche Wege.
Auf einen Blick
- Push 3 (Standalone): Intel-Core-i3-Prozessor, 8 GB RAM, 256 GB SSD, bis zu 2,5 Stunden Akkulaufzeit
- Push 3: 64 druckempfindliche, MPE-fähige Pads plus integriertes Audio-Interface mit zwei Eingängen
- Maschine+: zwei hochauflösende Farbdisplays, 16 anschlagdynamische Pads, Quad-Core-Prozessor
- Maschine+: 4 GB RAM, 64-GB-SD-Karte im Lieferumfang, erweiterbar bis 1 TB
Zwei Konzepte für denselben Zweck
Push 3 baut auf der Session-View-Logik von Ableton Live auf. Laut Hersteller funktioniert das Gerät als „ausdrucksstarkes Instrument, Sampler, Ableton-Live-Controller, Recording-Studio, Synthesizer und Live-Performance-Tool“ in einem. Die 64 Pads reagieren laut Ableton „auf feinste Fingerbewegungen“ und unterstützen MPE, also polyphonen Aftertouch pro Pad. Push 3 lässt sich zudem per CV/Gate direkt mit modularen Synthesizern verbinden.
Maschine+ folgt dagegen der klassischen MPC-Denke: 16 große, mehrfarbige Pads stehen im Zentrum, gesteuert über zwei separate Farbdisplays für Sample-Editing, Sounddesign, Noten-Editing, Mixing und Browsing. Native Instruments bewirbt das Gerät ausdrücklich als „Standalone: ohne Computer“ mit vollständiger Produktionsumgebung aus Instrumenten, Effekten und Sampling.
Rechenleistung und Speicher im Vergleich
Bei der Hardware liegt Push 3 vorn: Der Intel-Core-i3-1115G4-Prozessor (11. Generation) mit 8 GB RAM und einer fest verbauten 256-GB-SSD bietet spürbar mehr Reserven als Maschine+, das mit einem Quad-Core-Prozessor und 4 GB DDR3L-RAM arbeitet. Maschine+ kommt dafür mit einer 64-GB-SD-Karte inklusive 24-GB-Werkslibrary „Maschine+ Selection“, die sich per SD-Karte bis 1 TB oder über USB-Laufwerke erweitern lässt.
Push 3 wird auch in einer getherteten Variante ohne eigenen Prozessor, Akku und Speicher angeboten – wer später umsteigen will, kann das separat erhältliche Upgrade-Kit nachrüsten. Ein Wechsel zwischen beiden Betriebsarten ist damit möglich, ohne das Gerät neu zu kaufen.
Ein-/Ausgänge und Konnektivität
Maschine+ bietet im Standalone-Betrieb ein 96-kHz/24-Bit-Audio-Interface mit zwei 6,35-mm-Line-Ein-/Ausgängen, Mikrofoneingang, Stereo-Kopfhörerausgang, MIDI In/Out und zwei USB-Anschlüssen. Eingebautes WLAN erlaubt den drahtlosen Download von Sounds und Erweiterungen, und Ableton Link sorgt für Tempo-Sync mit anderen Apps und Geräten. Push 3 bringt sein eigenes, integriertes Audio-Interface mit zwei Eingängen und symmetrischen Ausgängen mit, dazu die erwähnten CV/Gate-Ports für modulare Setups.
| Merkmal | Ableton Push 3 | Native Instruments Maschine+ |
|---|---|---|
| Pads | 64, MPE-fähig | 16, mehrfarbig, anschlagdynamisch |
| Displays | eingebautes Display am Gerät | zwei Farbdisplays |
| Prozessor (Standalone) | Intel Core i3-1115G4 | Quad-Core |
| RAM | 8 GB | 4 GB DDR3L |
| Speicher | 256 GB SSD (fest verbaut) | 64 GB SD-Karte (bis 1 TB erweiterbar) |
| Akku | bis 2,5 Stunden | kein Akkubetrieb (Netzteil) |
„Standalone: ohne Computer“
„Ein ausdrucksstarkes Instrument, Sampler, Ableton-Live-Controller, Recording-Studio, Synthesizer und Live-Performance-Tool“
Häufige Fragen
Läuft Push 3 auch ganz ohne Ableton Live?
Ja, in der Standalone-Konfiguration mit eigenem Prozessor, Akku und SSD arbeitet Push 3 komplett unabhängig vom Computer. Die getherte Variante lässt sich später über ein separates Upgrade-Kit nachrüsten.
Was liefert Native Instruments bei Maschine+ software-seitig mit?
Im Lieferumfang stecken laut Hersteller 18 Instrumente, 37 Effekte, acht Erweiterungen (davon zwei frei wählbar) sowie Werksauswahlen aus REAKTOR und KONTAKT.
Für DJs und Produzenten, die ihr Set-up sonst mit einem Mixer wie dem AlphaTheta DJM-V5 oder klassischem EQ-Mixing aufbauen, bleibt die Wahl zwischen Push 3 und Maschine+ vor allem eine Frage des Workflows: Session-View-Integration auf der einen, klassisches MPC-Pad-Handling auf der anderen Seite.
Quelle: Ableton, Native Instruments