Presse · 12.03.2026
Beatport Essentials — 10 Techno-Releases die du kennen solltest
Von Ancient Methods bis Thorin Tønsberg: Zehn Releases, die den Dark- und Hard-Techno-Sound der letzten Jahre geprägt haben — und die in keinem USB-Stick fehlen sollten.
Beatport ist seit zwei Jahrzehnten die wichtigste Vertriebsplattform für elektronische Tanzmusik. Wer Techno kauft — ob als DJ oder als Sammler — landet hier. Die Charts der Kategorien „Hard Techno" und „Peak Time / Driving Techno" sind zu einem Spiegel des Sounds geworden, den Clubs zwischen Berlin, Tbilisi und Bogotá spielen. Wir haben zehn Releases ausgesucht, die du kennen solltest — eine Mischung aus Klassikern, die das Genre geprägt haben, und neueren Tracks, die gerade heiß laufen.\n\n1. Ancient Methods auf Beatport — „Dismantle" (Ancient Methods Records)\n\nMichael Wollenhaupts Projekt Ancient Methods ist seit über einem Jahrzehnt ein Fixpunkt im dunklen Techno. „Dismantle" bringt seinen typischen Mix aus industriellen Texturen, EBM-Elementen und hypnotischer Percussion. Ein Track für den Moment, wenn das Set kippt und bedrohlich wird.\n\n2. Rene Wise auf Beatport — „Tenebra" (Mord)\n\nAuf Bas Mooys Mord-Label veröffentlicht, ist „Tenebra" ein Paradebeispiel für reduzierten, funktionalen Dark Techno. 132 BPM, eine rollende Bassline, Vocal-Fragmente, die wie aus einer anderen Welt wirken. Wise zeigt, dass Understatement oft mehr trifft als Overload.\n\n3. Sara Landry auf Beatport — „Pour Some Blood" (HEKATE)\n\ndie Texanerin hat Hard Techno ins Jahr 2026 katapultiert. „Pour Some Blood" läuft bei 148 BPM, hat eine Kick, die durch den Brustkorb schneidet, und ein Vocal-Sample, das seit dem Release auf jedem Festival zu hören war. Auf ihrem eigenen Label HEKATE erschienen.\n\n4. SHDW & Dark Lord auf Beatport — „Obscene Rider" (Aengelsgate)\n\nDas Münchner Duo hat seinen eigenen Planeten erschaffen. „Obscene Rider" ist melodischer Dark Techno — 130 BPM, schwebende Synths, ein Arpeggio, das sich über acht Minuten aufbaut. Kein Drop im EDM-Sinne, sondern ein kontinuierliches Steigern, das die Crowd in Zeitlupe mitreißt.\n\n5. Héctor Oaks auf Beatport — „Mimosas" (KAOS)\n\nOaks' KAOS-Label ist zur Hochburg für europäischen Techno geworden. „Mimosas" klingt wie ein Acid-Track, der durch ein Industriegebiet wandert — 303-Linien treffen auf verzerrte Kicks bei 140 BPM. Perfekt für die Mitte eines Peak-Time-Sets.\n\n6. KI/KI auf Beatport — „Wireframe" (Lobster Theremin)\n\nDie niederländische DJ KI/KI verbindet Trance-Nostalgie mit zeitgenössischem Techno. „Wireframe" zieht eine breite Euphorie-Fläche über rollende Kicks und kurze Vocal-Chops. 138 BPM, unbedingt auf großen Anlagen hören — der Sub-Bass gehört zum Track.\n\n7. 999999999 auf Beatport — „Berlin" (999999999)\n\nDas italienische Duo veröffentlicht fast ausschließlich auf dem eigenen Label. „Berlin" ist ein Hard-Techno-Monster bei 150 BPM, kompromisslos von der ersten Sekunde an. Die Kick ist so sehr gepushed, dass sie zur Melodie wird. Einer der Tracks, der HÖR-Sets der letzten Jahre definiert hat.\n\n8. Marrøn auf Beatport — „Moon Bullets" (Involve)\n\nDer chilenische Produzent Marrøn hat sich einen Namen gemacht, indem er Latino-Perkussion mit europäischem Dark Techno verschmilzt. „Moon Bullets" bringt Bongo-artige Loops über eine 132-BPM-Kick, drüber Vocal-Samples auf Spanisch. Ein Track, der auf keinem Berghain-Set der letzten Saison fehlte.\n\n9. VTSS auf Beatport — „Atlantyda" (Intrepid Skin)\n\nDie polnische Produzentin Martyna Maja alias VTSS bewegt sich zwischen Hard Techno, Rave und Elektro. „Atlantyda" zitiert polnische Mythologie und setzt sie in einen 144-BPM-Kontext — Acid-Stabs, Breakbeats im Intro, dann eine Kick, die nicht mehr loslässt. Der Track, mit dem sie die Mainstage von Awakenings gesprengt hat.\n\n10. Thorin Tønsberg auf Beatport — „After the Storm" (re:union)\n\nUnser eigener Resident Thorin Tønsberg hat mit „After the Storm" einen Track geschrieben, der zwischen Dark Techno und einer fast filmischen Atmosphäre pendelt. 130 BPM, lange Pads, eine Bassline, die sich aus dem Rauschen schält. Mehr dazu im Thorin Portrait und auf unserem Label re:union Records — regelmäßig zu hören im Evening-Stream. Ergänzend: unser CDJ-3000 Test erklärt die Hardware, die auf den meisten dieser Tracks läuft. Und für den direkten Einstieg: Beatport Hard Techno-Charts.\n\nWie du die Tracks am besten hörst\n\nAlle zehn Releases sind auf Beatport in hochauflösenden Formaten (WAV, AIFF, ALAC) verfügbar — wichtig für DJs, die auf großen Anlagen spielen, aber auch für Zuhause-Hörer mit ordentlicher Abhöre. Streaming bei Spotify oder Apple Music reicht für einen ersten Eindruck, für den tatsächlichen Sound-Charakter lohnt sich die Lossless-Variante.\n\nUnd wenn du einen der Tracks bei einem unserer Shows hörst — Shazam lohnt sich nicht, wir haben alle Setlists archiviert. Schreib uns einfach im Chat.