Charlotte de Witte kündigt EP Azadi mit KI-Stimme NAVA an
· Redaktion re:union Radio · 1 Min. Lesezeit
Charlotte de Witte veröffentlicht am 5. November die EP Azadi. Bei dem Projekt kooperiert sie mit der KI-Stimme NAVA, alle Einnahmen gehen an FEMENA.
Kooperation mit virtueller Stimme für den guten Zweck
Charlotte de Witte hat eine neue EP namens Azadi angekündigt. Die Veröffentlichung ist für den 5. November auf ihrem Label KNTXT geplant. Das Werk umfasst drei Tracks:
- Azadi
- Omid
- Tales Of The Desert
Für diese Veröffentlichung arbeitet de Witte mit NAVA zusammen. Dabei handelt es sich um eine KI-Stimme, die von dem britisch-iranischen Künstler Farbod Mehr kreiert wurde. Das Projekt soll iranische Frauen repräsentieren, denen es nach den dortigen Gesetzen untersagt ist, öffentlich zu singen. Sämtliche Erlöse der EP gehen an die Organisation FEMENA, welche Frauenrechtsverteidigerinnen sowie feministische Bewegungen in Asien und der SWANA-Region unterstützt.
Einen Ausschnitt aus dem Stück Tales Of The Desert präsentierte de Witte bereits auf Instagram, untermalt von KI-generierten Bildern der DJ gemeinsam mit NAVA. Zudem spielte sie ein Stück des Werks während ihres Überraschungsauftritts auf der Tomorrowland 2026 Mainstage. Zu den Beweggründen erklärte de Witte, Musik überwinde Grenzen und könne Geschichten transportieren, die sonst ungehört blieben. NAVA stehe stellvertretend für jene iranischen Frauen, denen Auftritte verboten seien, riskiere als Kunstfigur jedoch keine Festnahme. Weiter ergänzte de Witte: „These tracks are, in their own way, a small act of resistance.“
Die Figur NAVA greift iranische Kunst- sowie Folkloretraditionen auf und tritt auch als Hologramm in Erscheinung. Die Ankündigung der Zusammenarbeit löste im Internet geteilte Reaktionen aus; einige Kommentare äußerten Kritik am Einsatz einer künstlichen Stimme, während andere die Botschaft verteidigten. Vor Kurzem belegte de Witte im Ranking der Top 100 DJs 2026 von DJ Mag die Spitzenposition im Techno-Bereich.
Quelle: DJ Mag