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Elektron Digitakt: Sampler und Sequenzer im Überblick
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Elektron Digitakt: Sampler und Sequenzer im Überblick

· Redaktion re:union Radio · 2 Min. Lesezeit

Der Elektron Digitakt kombiniert 8 Sample- mit 8 MIDI-Spuren und dem Elektron-Sequenzer. So arbeiten Sampling-Engine, Parameter Locks und Conditional Locks.

Der Elektron Digitakt ist ein kompakter Drum-Sampler mit acht Audiospuren, acht MIDI-Spuren und dem charakteristischen Elektron-Sequenzer. Auf 215 × 176 × 63 Millimetern steckt ein Gerät, das sich laut Sound On Sound eher als Performance-Instrument denn als Produktions-Workstation versteht.

Auf einen Blick

  • 8 Audiospuren für Samples plus 8 MIDI-Spuren für externe Geräte
  • 64 MB Arbeitsspeicher, bis zu 128 Samples pro Projekt
  • 1 GB interner Speicher (+Drive) für Projekte und Sounds
  • 8 Bänke mit je 8 Patterns, bis zu 64 Steps pro Pattern

Klang: Bit-Reduktion und eine ungewöhnlich flexible Sampling-Engine

Sound On Sound beschreibt den Klangcharakter als eigenständig: Bit-Reduktion und Overdrive sitzen direkt an der Sample-Quelle und geben dem Gerät seinen eigenen Sound. Besonders hervorgehoben wird die Sampling-Engine, die laut Review sehr kurze Sample-Abschnitte so glatt loopen kann, dass die Grenze zu Wavetable-Synthese verschwimmt.

Der Sequenzer: Parameter Locks, Conditional Locks und Micro Timing

Das Herzstück ist der Elektron-Sequenzer. Grid Recording erlaubt eine Step-Programmierung im XOX-Stil, Live Recording nimmt Performances in Echtzeit auf. Mit Parameter Locks legst du für jeden einzelnen Step eigene Automationswerte fest. Conditional Locks gehen noch weiter: Sie lassen Steps nur nach bestimmten Bedingungen auslösen, etwa mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit, in Intervallen oder abhängig vom Ergebnis anderer Steps. Dazu kommen Micro Timing für feine rhythmische Verschiebungen und die Möglichkeit, jeder Spur eine eigene Pattern-Länge zu geben – daraus entstehen polyrhythmische Strukturen. Ein Fill-Feature erlaubt kontrollierte Pattern-Erweiterungen für Live-Sets.

Sound On Sound lobt die Conditional Locks als innovatives Feature, kritisiert aber eine steile Lernkurve, ein mühsames Dateimanagement und fehlende Velocity-Sensitivität der Pad-Buttons. Pattern-Wechsel sind zudem immer an das Ende eines Patterns gebunden, ein spontaner Wechsel mitten im Takt ist nicht möglich.

Technische Daten

Spuren8 Audiospuren, 8 MIDI-Spuren
Arbeitsspeicher64 MB, bis zu 128 Samples pro Projekt
Interner Speicher1 GB Solid-State-Speicher (+Drive)
Patterns8 Bänke × 8 Patterns, bis zu 64 Steps
AnschlüsseStereo In/Out (Klinke), Kopfhörerausgang, 2 × Sampling-Eingang, USB, MIDI In/Out/Thru
Maße215 × 176 × 63 mm

Digitakt und Digitakt II im Vergleich

Der Nachfolger Digitakt II erweitert das Konzept: 16 Spuren, die sich einzeln als Stereo-, Mono- oder MIDI-Spur nutzen lassen, 400 MB Sample-Speicher, 20 GB +Drive-Speicher und Patterns mit bis zu 128 statt 64 Steps pro Spur. Zum Sequenzer kommt ein Euclidean Sequence Generator pro Spur hinzu, dazu ein Song-Modus für Playlist-Arrangements. Der ursprüngliche Digitakt bleibt das schlankere Gerät der beiden Modelle.

Wer nach einem Einstieg in eigene Beats ohne Laptop sucht, findet mit der Native Instruments Maschine+ eine weitere pad-basierte Alternative aus demselben Marktsegment.

Häufige Fragen

Wie viele Spuren hat der Elektron Digitakt?

Der Digitakt bietet acht Audiospuren für Samples sowie acht zusätzliche MIDI-Spuren, mit denen sich externe Geräte über den Elektron-Sequenzer ansteuern lassen.

Was unterscheidet den Digitakt vom Digitakt II?

Der Digitakt II bringt doppelt so viele Spuren (16 statt 8), deutlich mehr Sample- und internen Speicher, längere Patterns mit bis zu 128 statt 64 Steps sowie zusätzliche Sequenzer-Funktionen wie einen Euclidean Sequence Generator und einen Song-Modus mit.


Quelle: Sound On Sound und Elektron Digitakt II

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