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Native Instruments Maschine+: Beats bauen ohne Laptop
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Native Instruments Maschine+: Beats bauen ohne Laptop

· Redaktion re:union Radio · 3 Min. Lesezeit

Native Instruments Maschine+: Groovebox und Sampler mit eigenem OS, 16 Pads und 24 GB Sounds. Was sie kann, wo die Grenzen liegen und für wen sie passt.

Die Native Instruments Maschine+ ist der Moment, in dem das Software-Haus den Rechner vom Tisch geräumt hat: ein Groovebox-Sampler mit eigenem Betriebssystem, der den kompletten Maschine-Workflow ohne Laptop ausführt. MusicRadar nannte sie zum Start im September 2020 das erste NI-Produkt, das nicht in erster Linie für PC, Mac oder iPad gebaut ist. Wenn du Beats lieber an Pads als an der Maus baust, lohnt der genaue Blick.

Auf einen Blick

  • Standalone-Groovebox und Sampler mit 16 anschlagdynamischen Pads und zwei Farbdisplays
  • Quad-Core-Prozessor, 4 GB RAM, 32 GB interner Speicher plus 64-GB-SD-Karte
  • Maschine+ Selection mit 18 Instrumenten, 37 Effekten und 8 Expansions
  • Wi-Fi und Ableton Link, zusätzlich als klassischer Maschine-Controller am Rechner nutzbar

Maschine-Workflow, nur ohne Kabel zum Rechner

Wer eine Maschine MK3 kennt, findet sich sofort zurecht. Laut MusicRadar bietet die Maschine+ bis auf einige Einschränkungen denselben Hardware-Software-Workflow wie die MK3 von 2017 – nur läuft die Software hier auf einem internen, eigens angepassten Linux-System mit Intel-Atom-Quad-Core.

Native Instruments bringt die Idee auf eine kurze Formel:

„The workflow. The sounds. No computer necessary.“

— Native Instruments, Produktseite Maschine+

Du samplest Platten, Stimmen oder Field Recordings direkt ins Gerät, zerschneidest sie auf die Pads und arrangierst im Song-Modus oder mit Clips. Note Repeat, Step-Sequencer, Swing, 16 feste Velocity-Stufen und der Smart Strip für Pitch, Modulation und Perform FX sitzen direkt auf der Oberfläche. Das Gehäuse besteht aus eloxiertem Aluminium.

Technische Daten

Pads16, anschlagdynamisch
ProzessorQuad-Core
Arbeitsspeicher4 GB DDR3L (Dual Channel)
Interner Speicher32 GB eMMC für Betriebssystem und Werksinhalte
Speicherkarte64 GB SD im Lieferumfang, bis 1 TB unterstützt
Displays2 Farbdisplays, je 480 × 272 Pixel
Audioauflösung44,1 kHz / 24 Bit standalone, 96 kHz / 24 Bit im Controller-Modus
Audioanschlüsse2 × Line-Ausgang und 2 × Line-Eingang (6,3-mm-Klinke, symmetrisch), dynamischer Mikrofoneingang, Kopfhörerausgang
Weitere AnschlüsseMIDI In, MIDI Out, Fußschalter, 2 × USB für MIDI-Controller
DrahtlosWi-Fi, Ableton Link
Maße322 × 301 × 51 mm
Gewicht2,50 kg

Klangvorrat: Massive, FM8 und Monark an Bord

Die mitgelieferte Maschine+ Selection umfasst laut Hersteller 24 GB mit 18 Synths und gesampelten Instrumenten, 37 Effekten und 8 Expansions, von denen du 2 selbst auswählst. Dazu zählen Massive, FM8, Monark, Prism, Phasis, Raum sowie die Factory-Selection-Versionen von Kontakt und Reaktor. Neue Sounds lädst du per Wi-Fi direkt aufs Gerät.

Die Grenze kennst du vorher: Im Standalone-Modus laufen nur ausgewählte NI-Instrumente und -Effekte, keine VST-Plug-ins von Drittanbietern. Erst am Rechner im Controller-Modus stehen NKS-Instrumente und beliebige VST- und AU-Plug-ins bereit.

Für wen sich die Maschine+ eignet

NI zielt auf Produzenten und Live-Acts, die DAW-freie Studio- oder Bühnen-Setups wollen. Für DJs interessant: Der Hersteller zeigt ein Hybrid-Setup, in dem die Maschine+ per Ableton Link synchron zu Traktor läuft und ihr Audio über den Line-Eingang in Traktor landet. Über MIDI steuerst du externe Synths und nimmst sie über die Line-Eingänge wieder auf.

Im Markt steht sie gegen Akais MPC One und MPC Live. MusicRadar hält fest, dass die MPC Live II dreimal so viele Line-Eingänge, doppelt so viel MIDI-I/O, CV-Ausgänge, Akku und Lautsprecher bietet – die Maschine+ dafür doppelt so viel RAM. Wer eher klassisch mit Drum-Sounds arbeitet, vergleicht auch mit der Roland TR-8S oder dem Elektron Digitakt.

Häufige Fragen

Braucht die Maschine+ einen Computer?

Nein. Für die Einrichtung brauchst du aber eine WLAN-Verbindung und deine Native ID. Am Rechner arbeitet sie zusätzlich als Controller und kann dann per USB mit Strom versorgt werden.

Kann die Maschine+ mit einer Powerbank laufen?

Ja. Laut Native Instruments eignen sich DC-Laptop-Powerbanks mit exakt 15 V, mindestens 2,66 A und positiver Polarität; sie liefern 8 bis 15 Stunden Betriebszeit pro Session.

Ersetzt die Maschine+ die Maschine MK3?

Nein. Die Maschine+ löst die Maschine Studio als Flaggschiff ab, die MK3 bleibt laut NI für alle im Programm, die keinen Standalone-Betrieb brauchen.


Quelle: Native Instruments – Maschine+, MusicRadar – Native Instruments Maschine+

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