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Korg Modwave Native: Wavetable-Synthese als Plug-in
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Korg Modwave Native: Wavetable-Synthese als Plug-in

· Redaktion re:union Radio · 2 Min. Lesezeit

Korg bringt die Modwave-Wavetable-Engine als Software: über 200 Wavetables, Kaoss Physics und Motion Sequencing 2.0 im Plug-in.

Mit Modwave Native überträgt Korg die Wavetable-Engine seines Hardware-Synthesizers Modwave in ein eigenständiges Plug-in für die DAW. Kern der Software sind über 200 Wavetables mit jeweils bis zu 64 Waveforms, die sich über Modifizierer und Morph-Typen zu potenziell mehr als 230 Millionen Klangvariationen kombinieren lassen.

Auf einen Blick

  • Zwei Wavetable-Oszillatoren pro Programm plus Sub-Oszillator/Rausch-Generator
  • 12 Stereo-Filtertypen, darunter Modelle von MS-20 und Polysix
  • Kaoss Physics als interaktives Modulations-Steuersystem
  • Motion Sequencing 2.0 mit separaten Spuren für Timing, Pitch und Shape

Wavetable-Engine und Klangerzeugung

Jedes Programm arbeitet mit zwei Wavetable-Oszillatoren sowie einem Sub-Oszillator beziehungsweise Rauschgenerator. Für die Klangformung stehen zwölf Stereo-Filtertypen bereit, die unter anderem Modelle des MS-20- und des Polysix-Filters sowie einen Multi-Filter umfassen. Modwave Native bringt außerdem eine mehrere Gigabyte große Sample-Bibliothek mit und erlaubt den Import eigener Samples sowie eigener Wavetables im Serum-Format.

Kaoss Physics als Modulationsquelle

Ein zentrales Bedienelement ist Kaoss Physics: Das System simuliert eine Kugel, die sich auf einer virtuellen Oberfläche bewegt. Aus ihrer Position leitet die Software vier Modulationssignale ab — X- und Y-Position, Abstand vom Zentrum sowie Winkel — die sich auf beliebige Parameter routen lassen.

Motion Sequencing und Modulationsumfang

Motion Sequencing 2.0 stellt einen Sequenzer mit getrennten Spuren für Timing, Pitch und Shape bereit, dazu vier Sets von Schrittsequenzen mit jeweils eigenen Loop-Punkten. Insgesamt stehen laut Korg über 1.000 Modulationsziele pro Performance zur Verfügung, gespeist aus vier Hüllkurven, fünf LFOs und zwei zusätzlichen Modulationsprozessoren — ohne Begrenzung bei der Zahl der Routings. Jeder Klang-Layer verfügt zusätzlich über drei dedizierte Effekte, dazu einen Master-Reverb und einen parametrischen EQ; im Effektpool finden sich Kompressoren, Chorus, Flanger, Phaser, Delays, ein Wave Shaper, ein Talking Modulator sowie Modelle von VOX-Gitarrenverstärkern.

Formate und Verfügbarkeit

Modwave Native läuft als VST3-, AAX- und AU-Plug-in sowie als eigenständige Anwendung für macOS und Windows. Wer bereits einen Hardware-Modwave besitzt, kann die Software per Crossgrade für 49,99 US-Dollar erwerben. Eine kostenlose Demoversion erlaubt Sessions von 20 Minuten Länge, allerdings ohne Speicherfunktion. Ergänzend stellt Korg mit WaveEdit ein kostenloses Werkzeug zur Erstellung eigener Wavetables sowie einen Sample Builder für benutzerdefinierte Sample-Banks bereit; ein Modwave Editor/Librarian ermöglicht den Patch-Austausch zwischen Hardware und Software.

Häufige Fragen

Braucht man einen Hardware-Modwave, um Modwave Native zu nutzen?

Nein. Die Software läuft eigenständig als Plug-in oder Standalone-Anwendung. Besitzer der Hardware erhalten lediglich einen vergünstigten Crossgrade-Preis von 49,99 US-Dollar.

Lassen sich eigene Wavetables einbinden?

Ja, Modwave Native importiert eigene Samples und Wavetables im Serum-Format und lässt sich mit dem kostenlosen Korg-Tool WaveEdit um selbst erstellte Wavetables erweitern. Wer sich generell mit harmonischem Sounddesign und Mixing beschäftigt, findet in der Wavetable-Synthese ein weiteres Werkzeug für eigene Produktionen — ähnlich wie moderne DJ-Mixer mit erweiterten EQ-Sektionen im Set für mehr Klanggestaltung sorgen.


Quelle: Korg, Produktseite Modwave Native.

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