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Moog Matriarch: Vier Oszillatoren, ein analoges Klangmonster
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Moog Matriarch: Vier Oszillatoren, ein analoges Klangmonster

· Redaktion re:union Radio · 2 Min. Lesezeit

Der Moog Matriarch bündelt vier Oszillatoren, doppelte Filter und Moogs Modular-Erbe der 1970er in einem halbmodularen Synthesizer für Techno und Ambient.

Der Moog Matriarch ist mehr als eine aufgebohrte Grandmother: Der halbmodulare Synthesizer bringt vier Oszillatoren, doppelte Filter und einen paraphonen Signalweg mit, der direkt aus Moogs klassischen Modularsystemen der 1970er-Jahre stammt. Für DJs und Produzenten, die auf der Suche nach dickem, warmem Analog-Sound für Techno, Ambient und Live-Sets sind, zählt der Matriarch seit seiner Vorstellung zu den gefragtesten Instrumenten im gehobenen Preissegment.

Auf einen Blick

  • Vier Oszillatoren mit je drei CV-Eingängen (Pitch, PWM, lineares FM)
  • Doppelte 24-dB/Oktave-Filter, umschaltbar zwischen Serien- und Parallelbetrieb
  • Zwei Ausgangskanäle mit je einem VCA und einer eigenen Delay-Line
  • Digitaler Step-Sequencer und MIDI, aber bewusst ohne Patch-Speicher

Ein Signalweg mit Modular-Historie

Moog betont bei der Matriarch ausdrücklich, dass Aufbau und Klangcharakter auf historischen Modulen basieren: Die Oszillatoren gehen auf die Moog-921-Module aus den 1970er-Jahren zurück, der Mixer orientiert sich am Moog CP3, die Filter an der Moog 904A und die Verstärker an der Moog 902. Die eingebauten Delay-Lines sind vom analogen Moog-500-Series-Delay-Modul abgeleitet. Jeder der vier Oszillatoren bietet die Wellenformen Dreieck, Sägezahn, Rechteck und Puls samt Pulsbreitenmodulation, dazu einen Oktavbereich von 16' bis 2' und eine globale Transponierung von bis zu zwei Oktaven.

Paraphonie und ein Mixer mit Charakter

Die internen Oszillatorsignale laufen über eigene Gates, die das paraphone Spiel überhaupt erst ermöglichen, bevor sie in einem sechskanaligen Mixer zusammenlaufen. Wie beim historischen CP3-Vorbild verzerrt dieser Mixer Kanäle, die über die Zwölf-Uhr-Stellung hinaus aufgedreht werden – ein gewolltes Verhalten, das den Sound verdickt oder ihm zusätzlichen Biss gibt. Ein knopfloser sechster Kanal nimmt zusätzlich externe Audiosignale von der Rückseite auf.

Digitale Steuerung, analoger Kern

Trotz des rein analogen Signalwegs ist die Matriarch kein reines Nostalgiegerät: Ein digital implementierter Step-Sequencer und volle MIDI-Anbindung erlauben die Integration in moderne Setups, etwa neben Standalone-Playern oder DAW-gestützten Live-Rigs. Bewusst verzichtet Moog jedoch auf Patch-Speicher, denn Preset-Speicherung gilt unter Analog-Puristen als potenzieller Klangkompromiss.

BauformHalbmodularer Synthesizer, paraphon
Oszillatoren4, Wellenformen Dreieck/Sägezahn/Rechteck/Puls, PWM
Filter2× 24 dB/Oktave, Serien- oder Parallelbetrieb
Ausgänge2 Kanäle, je VCA + Delay-Line
Modulation2 Hüllkurven, 2 LFOs, 3 patchbare VCAs
SteuerungDigitaler Step-Sequencer, MIDI, kein Patch-Speicher

"Much more than just an expanded Grandmother, the Matriarch has all the makings of a classic Moog synth."

Häufige Fragen

Ist der Moog Matriarch für Live-Techno geeignet?

Der paraphone Signalweg, die zwei Ausgangskanäle mit eigenen Delay-Lines und die MIDI-Anbindung machen den Matriarch zu einem Instrument, das sich sowohl im Studio als auch auf der Bühne als eigenständige Klangquelle einsetzen lässt.

Was unterscheidet den Matriarch von der Grandmother?

Laut Sound on Sound ist der Matriarch "much more than just an expanded Grandmother": Er bringt vier Oszillatoren, doppelte Filter, zusätzliche patchbare VCAs sowie zwei komplette Ausgangskanäle mit Delay-Lines mit und gilt damit als deutlich erweitertes Flaggschiff-Instrument gegenüber der Grandmother.


Quelle: Sound on Sound, Gordon Reid, April 2020.

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