Rekordbox oder Traktor Pro 4: Welche DJ-Software passt zu dir?
· Redaktion re:union Radio · 3 Min. Lesezeit
Rekordbox 7 im Abo gegen Traktor Pro 4 als Einmalkauf: Stem-Separation, Remix Decks, CDJ-Anbindung und Preismodelle der beiden DJ-Programme im Vergleich.
Wenn es um DJ-Software geht, kommt kaum jemand an zwei Namen vorbei: Rekordbox von AlphaTheta und Traktor von Native Instruments. Rekordbox setzt komplett auf ein Abo-Modell, Traktor Pro 4 bleibt beim klassischen Einmalkauf. Wer vor der Wahl steht, sollte wissen, wie sich die beiden Ansätze unterscheiden.
Auf einen Blick
- Rekordbox 7 läuft nur noch im Abo: von einer kostenlosen Stufe bis zum Professional-Plan
- Traktor Pro 4 kostet einmalig 149 US-Dollar und bringt eine eigene Stem-Separation mit
- Beide Programme trennen Titel in vier Spuren – Vocals, Drums, Bass und Instrumental beziehungsweise Instrumente
Rekordbox: Abo-Modell mit Cloud und CDJ-Anbindung
AlphaTheta staffelt Rekordbox in die Pläne Free, Core, Creative und Professional, mit Preisen von rund 10 bis 12 Euro bei Core bis 30 bis 36 Euro monatlich bei Professional. Der teuerste Plan bringt unter anderem 5 Terabyte Cloud-Speicher bei Dropbox und Sync über bis zu acht Geräte mit. Alle bezahlten Pläne enthalten zudem DVS-Unterstützung für Timecode-Vinyl.
Kernfunktion ist die Stem-Separation, die Titel in vier Teile zerlegt – Vocals, Drums, Bass und Instrumental –, die sich einzeln herausarbeiten oder stummschalten lassen. Über Cloud Library Sync liegt die Musiksammlung in Dropbox, per CloudDirectPlay lässt sie sich direkt abspielen, ohne USB-Stick. Die bezahlten Pläne werben zudem mit schneller Cloud-Analyse und KI-gestützter Erkennung der Vocal-Position.
Traktor Pro 4: Einmalkauf mit Remix Decks und iZotope-Technik
Native Instruments geht einen anderen Weg: Statt eines Abos zahlst du für Traktor Pro 4 einmalig 149 US-Dollar. Herzstück sind die Remix Decks, mit denen sich Titel zerlegen und wieder zusammensetzen lassen – Native Instruments beschreibt es als „Chop and re-edit tracks however you like“.
Für die kreative Seite stehen vier zuweisbare Effekt-Prozessoren mit über 40 Effekten bereit. Die Stem-Separation läuft auf Basis der iZotope-RX-Technologie und isoliert Drums, Bass, Instrumente und Vocals. Dazu kommen acht Hot Cues und Hot Loops sowie klassische Loop-, Hotcue- und Beatjump-Werkzeuge. Traktor Pro 4 arbeitet mit vier Decks und lässt sich an club-übliche Mixer, Plattenspieler, CDJs und die eigenen Controller S2, S4, X1 und Z1 anbinden; für Vinyl-DJs gibt es zudem die Traktor Timecode Control Vinyl als DVS-Lösung.
Wo sich die Wege trennen
Der größte Unterschied liegt im Geschäftsmodell: Rekordbox bindet dich an ein laufendes Abo, dafür gibt es Cloud-Sync und CDJ-Integration frei Haus. Traktor Pro 4 setzt auf den Einmalkauf und punktet mit den Remix Decks. Bei der Stem-Separation nutzen beide unterschiedliche Technik.
| Software | Rekordbox 7 | Traktor Pro 4 |
|---|---|---|
| Preismodell | Abo: Free bis Professional (ca. 10–36 €/Monat) | Einmalkauf: 149 US-Dollar |
| Stem-Separation | 4 Spuren: Vocals, Drums, Bass, Instrumental | 4 Spuren via iZotope RX: Drums, Bass, Instrumente, Vocals |
| Besonderheit | CloudDirectPlay für CDJs, DVS in allen Bezahlplänen | Remix Decks, 43 Effekte, 4 Decks |
Wer wie bei einem CDJ-3000 mit Hot Cues und Beat Jump arbeitet, findet in Rekordbox die vertrautere Umgebung. Unabhängig von der Software lohnt sich für Übergänge zwischen den Decks ein Blick auf harmonisches Mixen mit dem Camelot Wheel.
Häufige Fragen
Brauche ich für Rekordbox zwingend ein Abo?
Ja, Rekordbox 7 ist komplett auf Abo-Pläne umgestellt, von einer kostenlosen Stufe bis zum Professional-Plan mit zusätzlichem Cloud-Speicher.
Ist Traktor Pro 4 ein Einmalkauf?
Ja, Native Instruments verkauft Traktor Pro 4 für einmalig 149 US-Dollar, ohne laufendes Abo.
Quelle: Rekordbox, Native Instruments